Was bedeutet Lean im Gesundheitswesen?

Wer das Wort „Lean“ hört, denkt oft an klassische Produktionsabläufe. Hierbei solltest Du jedoch nicht vergessen, dass es auch durchaus möglich ist, seine Praxis „lean“ zu gestalten. Dementsprechend sind – bezogen auf Serviceleistungen – vielleicht Begriffe wie „Lean Thinking“ oder „Lean Production“ sinnvoller.

Die Anforderungen rund um „leane“ Abläufe im Gesundheitswesen unterscheiden sich von den Anforderungen, die im Rahmen von Produktionen gestellt werden. Im Fokus steht der Patient. Er ist Dein Kunde. Er sollte in den Praxisprozess eingebunden und nicht nur als „Empfänger“ gesehen werden.

Wann ist eine Praxis lean?

Leider kann der „Lean-Grad“ einer Praxis nicht so genau wie der „Lean-Grad“ einer Produktion gemessen werden. Da es jedoch das erklärte Ziel ist, Deinen Patienten bzw. Deinen Kunden zufriedenzustellen, solltest Du unter anderem auf die folgenden Punkte achten:

  1. eine gute Erreichbarkeit
  2. kundenfreundliche Öffnungszeiten
  3. ein überzeugender Service
  4. Rückfragen („Sind Sie zufrieden?“, „Haben Sie Verbesserungsvorschläge?“ usw.)
  5. ein empathisches Auftreten.

Auf diese Weise ist es möglich, das Ziel, einen hohen Zufriedenheitsgrad, zu erreichen.

In diesem Zusammenhang sollte jedoch auch nicht vergessen werden, dass eine Praxis, in der „lean“ praktiziert wird, nicht nur auf Patienten, sondern auch auf Mitarbeiter attraktiv wirkt. Solltest Du also planen, im Allgemeinen für mehr Wohlbefinden zu sorgen, ist es sinnvoll, an den entsprechenden Stellen anzusetzen.

Klassische Vorurteile gegenüber Lean Thinking

In anderen Ländern, wie zum Beispiel in den USA ist Lean Thinking mittlerweile besonders stark verbreitet. Hierzulande verbinden viele Menschen mit dem Begriff „lean“ leider immer noch etwas Verbesserungswürdiges. Frei nach dem Motto „Was lean ist, ist schlank, schnell und heruntergebrochen und dementsprechend zum Nachteil für den Patienten!“ bleiben sie oft lieber beim Status Quo. Hierbei handelt es sich jedoch um ein klassisches Vorurteil. Denn: mit den passenden Techniken ist es natürlich möglich, gleichzeitig lean und hochwertig zu arbeiten und bestehende Abläufe zu optimieren.

Zu guter Letzt: Auch die Kieferorthopädie basiert auf Produktion!

… immerhin müssen unter anderem Brackets, Aligner und Co. hergestellt werden. Dementsprechend ist es umso wichtiger, sich bei der Frage „Wie lean kann meine Praxis sein?“ einen Rundum-Blick zu bewahren und immer weiter an sich zu arbeiten.

Und gerade WEIL die entsprechenden Abläufe derart komplex sind, macht es Sinn, immer wieder aufs Neue nach Verbesserungsoptionen Ausschau zu halten. So können nicht nur Patienten, sondern auch Mitarbeiter (und natürlich auch Chefs) von den entsprechenden Auswirkungen einer Lea Thinking Praxis profitieren.

Probiere es doch einfach mal aus!


Eine Produktion kann lean sein… aber ist es eigentlich auch möglich, eine Praxis auf der Basis von „Lean Thinking“ aufzubauen? Oh ja! Es gibt sogar etliche Bereiche, in denen immer wieder deutlich wird, wie umfassend die entsprechenden Vorteile einer „schlanken Herangehensweise“ sein können.

In diesem Text erfährst Du unter anderem, welche Vorurteile auch heutzutage leider immer noch gegenüber „lean“ bestehen und wie Du die Erkenntnisse aus der Produktion nutzen kannst, um Deinen Praxisalltag in vielerlei Hinsicht zu verbessern.

Mehr Artikel findest Du in meinem Blog:

Jetzt weiterlesen