Wetten, dass du dir genau diese Frage auch schon einmal gestellt hast? Spätestens, wenn du eine Bewertung siehst, die in deinen Augen vollkommen ungerechtfertigt ist, können auch die Nerven eines Kieferorthopäden strapaziert werden.
Fest steht: Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Plattformen, die den Patienten in spe die Chance geben, sich zu orientieren und herauszufinden, welche Praxis mit am meisten überzeugt.
Was sich auf der einen Seite nach maximaler Flexibilität anhört, kann sich für Praxen zum Nachteil entwickeln. Denn: Meinungen, die im Internet veröffentlicht werden, sind subjektiv. Sie können allerdings einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Ja, gute Bewertungen sind wichtig
Stellen wir uns vor, du befindest dich auf der Suche nach einem Kieferorthopäden. Zu wem würdest du gehen? Zu einem, der immer wieder für seine Unfreundlichkeit kritisiert wird, oder zu einem, bei dem – zumindest laut Bewertungen – alles passt?
Es erklärt sich von selbst, dass deine Praxis von guten Bewertungen profitieren kann. Allerdings ist das Problem, dass viele Plattformen, die besagte Bewertungen anbieten, nicht miteinander vergleichbar sind.
Viele Bewertungsverfahren sind nicht direkt nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass du nicht wirklich Einfluss darauf hast, ob du mit deiner Praxis hier aufgenommen wirst oder nicht.
Wenn du es allerdings geschafft hast, kann es sein, dass du vergleichsweise schnell mit einer weiteren Frage konfrontiert wirst…
Wie gehe ich mit schlechten Bewertungen um?
Im ersten Schritt solltest du dich bei einer schlechten Bewertung fragen, ob der Fehler eventuell bei dir liegt. Kritik dieser Art hilft dir, besser zu werden – zumindest im Idealfall. Sollte die negative Bewertung nicht gerechtfertigt sein, kann es müßig sein, dagegen vorzugehen. Denn: Laut Telemediengesetz dürften die Betreiber der Plattformen keine Nutzerdaten herausgeben.
Du musst dich also entweder an den Betreiber des Portals wenden und den Sachverhalt klären oder eine Strafanzeige gegen den Nutzer stellen.
Beides kann, muss aber nicht zu Erfolg führen. In jedem Fall musst du aktiv werden. Und das kostet Zeit und Nerven.
Und überhaupt: Wann ist eine Bewertung eigentlich rechtswidrig? Immerhin herrscht Meinungsfreiheit. Und wenn dein Patient unzufrieden war, darf er dies auch kundtun. Anders verhält es sich, wenn er dich verleugnet, lügt oder Beleidigungen ausspricht.
In jedem Fall solltest du dir in regelmäßigen Abständen Zeit nehmen, um deine Bewertungen zu kontrollieren. So findest du schnell heraus, ob und wie du reagieren musst, bevor vielleicht Interessenten eine falsche negative Bewertung lesen und für sich beschließen, dir keine Chance zu geben.
